McLuhan

Ich lese gerade was über Marshall McLuhan. Er hat Ende der 60er einige (damals) recht provokante Thesen der Medientheorie aufgestellt. Die Formulierungen „global village“ und „elektronischen Zeitalters“ stammen von ihm und sind seit den 90er aktueller denn je. Sein berühmtestes Zitat „The Medium is the message“ zeigt einen zentralen Punkt seiner Arbeit: Nicht die Inhalte der Medien, sondern allein ihre Form sind entscheidend. Die Vefügbarkeit neuer Medien, ihr technologischer Fortschritt und allein ihre Art verändern unsere Wahrnehmung und somit unser Handeln.

Empfehlenswerte Lektüre bei Telepolis dazu: McLuhan, Magier des Medienzeitalters

Und weils thematisch grad irgendwie passt zitiere ich aus einer lesenswerten Hypertext-Kritik auf molily.de:

Die ursprüngliche Vision des World Wide Webs als globalem Hypertext-Graswurzelmedium mit ganzheitlich revolutionärer Wirkung auf die menschliche Kommunikation und menschliches Denken an sich ist, nüchtern betrachtet, auf ganzer Linie gescheitert.

Radioballett

Eine recht unterhaltsame (kunstvolle) Protestform gegen die NATO Sicherheitskonferenz in München ist das Radioballett ja schon. Scheint mir die krassere Variante des Flashmobs mit politischen Hintergrund zu sein. Fragt sich nur, ob das auch einen Einfluss (bzw. einen größeren als normale Demos) auf die Passanten hat.
Video vom Radioballett nebst allgemeinerem Bericht über die SiKo bei indymedia.

Schöne Begriffe

War mein Lieblingsbegriff vor ein paar Tagen, während der Vorbereitung auf eine Statistik Klausur, noch der Korrelationskoeffizient so ist es momentan die "massenmediale Wirklichkeitskonstruktion". Hört sich doch schon toll an. Hoffe nur, dass ich dann auch bald in der Lage sein werde das angemessen zu erklären.

Desweiteren habe ich soeben einen Aufsatz über Mediengeschichte gelesen. Recht interessant fand ich darin den Verweis auf Dead Media. Dabei würde mich eine ausführlichere Liste von toten Programmiersprachen sowie eine Analyse wie sich Programmierpraktiken mit den Sprachen geändert haben interessieren.