Audioerinnerung mit Monatsplaylist

Seit 2009 erstelle ich mir jeden Monat eine Playlist mit Neuerscheinungen und alten Entdeckungen, die ich in diesem Monat gerne gehört habe. Ausgangspunkt dafür war es, für meine damaligen DJ-Tätigkeiten aktuelle Kracher und alte Hits parat zu haben.

Dabei werfe ich erst alle Songs/Künstler rein, die ich mir in diesem Monat anhören möchte, schmeiße dann das raus, was mir nicht gefällt, ergänze was mir neu einfällt und sortiere alles anschließend so, dass es eine schön hörbare Playlist ist.

Entwickelt hat sich meine „BenPop“ Playlist mittlerweile zu einer Art Audio-Monatsbuch für mich. Höre ich Lieder, die auf einer solchen Playlist sind, so verbinde ich diese meist automatisch mit dem jeweiligen Monat und meinen damit verbundenen Aktivitäten und (insbesondere) Stimungen.

Noch besser: Eine Monats-Playlist (angetrunken) komplett durchhören: Instant-Flashback-Garantie!

Am Ende des Jahres folgt die Jahresplaylist. Die Spielregeln:

  • Aus jedem Monat nur ein Lied.
  • Alle 12 Lieder bleiben in der aus den Monaten resultierenden Reihenfolge.
  • Es muss eine schön hörbar und das persönliche Jahr wiedergebende Playlist enstehen.

Manche haben Fotos. Ich habe Songs. Dies sind meine zu 2017:

Musik im Politikunterricht

Momentan ist mir viel nach Musik. Ich ordne meine Dateien, stöbere on- und offline und war endlich mal wieder auf einem Konzert.

Hier einige Lieder, die ich schon mal im Politik- bzw. SoWi-Unterricht verwendet habe, jeweils mit zwei Schlagworten zum Thema – vielleicht inspiriert es jemanden:

Adam Angst – Splitter von Granaten
Medien, Partizipation

Abstürzende Brieftauben – Geh’n sie mit der Konjunktur
Konjunkturzyklus, Wirtschaftswachstum

Deichkind – Bück dich hoch
Arbeitslosigkeit, Leistungsgesellschaft

Dota Kehr – Grenzen
Menschenrechte, Migration

„Fear the Boom and Bust“: Keynes vs. Hayek Rap Battle und „Fight of the Century“: Keynes vs. Hayek Rap Battle Round Two
Wirtschaftsheorien, Angebotstheorie vs Nachfragetheorie
(Sprachlich etwas schwieriger, aber musikalisch, textlich und visuell großartig!)

Jens Friebe – 05_Theke mit den Toten
Vegetarismus, Tierrechte

Superpunk – Neue Zähne für meinen Bruder und mich
Soziale Ungleichheit, Gesundheitspolitik

Worauf ich noch Lust hätte:

Kettcar – Sommer ’89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)
Flucht, Wiedervereinigung

Marcus Wiebuch – Der Tag wird kommen
Homosexualität, Fußball

Die Goldenen Zitronen — If I Were A Sneaker
Globalisierung, Migration

Meist dienten die Lieder als Einstiegsimpuls zur Entwicklung von Leitfragen und nur ansatzweise zur Analyse oder kreativen Auseinandersetzung. Methodisch geht da sicherlich noch viel mehr, z.B. eigene Zeilen dazu texten oder gar ein passendes Musikvideo erstellen.

Was ich auch gerne mal ausprobieren würde, wäre die kollaborative, digitale Annotation eines komplexen Liedtextes zur Interpretation mit entsprechend nötigen Hintergrundinformationen, wie es z.B. Genius.com zur Rap Battle Keynes vs Hayek andeutet.

Dafür sollten sich die Schüler allerdings für das Lied interessieren. Noch besser ist es daher, wenn SchülerInnen eigene Lieder suchen.

Aber ich muss zugeben, ich mag es auch, den musikalischen Horizont der SchülerInnen mal etwas zu erweitern und dann („Finden Sie sowas etwa gut??“) über Thematik und Musikstil ins Gespräch zu kommen. 😉

VulcanVader: Deutschsprachige Musik auf die Ohren

Aus: Zurück in die Zukunft

In einer der letzten Stunden vor den Ferien habe ich mit einigen Klassen ein von ihnen gewähltes Musik-Quiz gespielt. Da ist mir klar geworden: OK, ich bin sowas von raus.

Mit meinem letzten LK gab es noch musikalische Schnittmengen, aber mittlerweile… die Generationen driften auseinander. Ist ja auch gut so.

Auch schon etwas her, da habe ich mit einem damals neuen Kollegen Sampler ausgetauscht um mal klar zu machen wo wir uns so musikalisch verorten würden. Ist nicht mein bester Mix, bewusst deutschsprachig, sind Künstler doppelt drauf bla bla, aber er verdeutlicht was ich mag.

Er befürchtete, meine Musik sei für ihn Folter. Daher das Titel gebende Bild aus Zurück in die Zukunft: Lord Vader von Vulcan.

Mein erster Versuch mit Spotify-Playlists. Warum ich die nicht mag erzähle ich dann als Nächstes… Update: Entfernt.

Und hier noch die YouTube URLs. Auf Vinyl klingts noch besser 😉

„VulcanVader: Deutschsprachige Musik auf die Ohren“ weiterlesen

Last.fm und iTunes Signature

Ja, ja. Musik. Ich möchte hier gerne für alle, die es noch nicht kennen auf Last.fm hinweisen.
Schon zu audioscrobbler-Zeiten war ich von dem Prinzip begeistert, die gehörten Musiktiel von Menschen zu analysieren und dementsprechende Vorschläge zu machen. Last.fm kann noch mehr, nämlich dir einen Radio Stream recht genau nach deinen Musikvorlieben zu liefern. Insgesamt erhälst du nicht nur interessante Statistiken über deine eigenen Musikgewohnheiten, sondern auch noch Empfehlungen und lernst so viel neue Musik oder auch Menschen kennen. Angucken/hören!

Und apropos: Der iTunes Signature Maker macht.. oho. sowas wie Signaturen deiner Musik. Tjaha. Da kann man dann mal reinschnuppern was jemand so letztens gehoert hat. So z.B. meine letzt-gehörte-musik.

Mitklatscher

Die Toten Hosen kamen irgendwie auf die Idee ein Unplugged Album zu machen. Hätten sie lieber sein lassen sollen. Ist schlecht. Vielleicht bis auf „Hier kommt Alex“. Ganz abgesehen davon nervt mich aber noch eins viel mehr. Und das ist bei solchen live-Aufzeichnungen schon scheisse, es live miterleben zu müssen ist echt zum kotzen.
Und zwar sind das die dämlichen Mitklatscher… Wäre es im Takt. Oder nur für kurze Liedstellen. Oder auf 2 und 4. Ok. Aber sonst. Selbst ich als rhythmischer analphabet merke oft das da so was nicht stimmt. Und ganz abgesehen davon ist es auch sonst einfach nervig. Ganz selten macht es gute Stimmung bei Konzerten. Aber meistens ist es einfach nur störend. Ich will die Musik hören, und nicht so ein peinliches rumgehampel. Also, Mitklatscher, hört doch auf. Oder geht zu Maffay. Bitte.

Hören, Sehen & Kaufen

Die doofe Packstation hat endlich mein Paket ausgespuckt. Aber ne antwort auf meine eMail an info@packstation.de hab ich nicht erhalten. Pff. Man wird übrigens aufgefordert, seinen Namen einzugeben, dieser wird jedoch nicht mit dem Empfänger abgeglichen. Ein einzelnes Zeichen reicht auch aus. Des weiteren kann man den benötigten Barcode auch manuell eingeben. Wer viel Zeit und eine eine unbeobachtete Packstation hat, kann ja mal ausprobieren ob er sich eine Überraschung bescheren kann.

Wie auch immer. Oder wie die coolen Jungs sagen: Anyway. Superpunk haben eine CD/DVD und fragen: Können Sie Das Groß Machen, Bitte?!. Reviews schreibe ich nicht. Das überlasse ich leuten die es besser können. Ich sage nur das ich die CD und auch die DVD sehr mag. Auch ich bin froh, nun endlich das Geheimnis der Songtexte zu kennen:
Eingebung zu 60%. Und Zeitungslektüre zu 80%. Aber überhaupt sind gute Texte angeblich nur für Bands, deren Musik nichts kann, oder deren Typen scheisse sind…

Apropos Bands, Musik und Typen: Neben der Hansen CD empfehle ich dann an dieser stelle auch den Film Keine Lieder über Liebe (Achtung Seite ist laut!). Allein deswegen interessant weil ganz anders gemacht als das was ich kannte. Und auch sonst ein recht guter Film. Für ghvc fanboys sowieso.