Informatik-Projekte ohne Software

Mit einem Wahlpflichtkurs der Stufe 9 habe ich im letzten Quartal 2017 ein Projekt zum Internet gemacht und darüber bloggen lassen. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass ich in Stufe 8 und 9 zwar einige projektorientierte Unterrichtsphase habe, dabei aber das Endprodukt (Webseite/Spiel o.ä) schon vorgegeben ist. Bei echten Projekten nach Dewey suchen sich die Lernenden ihre Fragestellungen jedoch selbst aus. Zudem wollte ich das Inhaltsfeld „Mensch, Informatik, Gesellschaft“ schülernah bearbeiten.

Anregung dazu war für mich das Blogprojekt Postwachstum von Lisa Rosa, welches in der Veröffentlichung „Globales Lernen: Aspekte einer Postwachstums-Ökonomie“ genauer dargestellt wird.

Im Folgenden möchte ich das Projekt aus meiner Sicht reflektieren:

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Das Wohnmobil – Von der (Fehl-)Vorstellung über die Macht der Computer


“Motorhome” by dave_7 is licensed under CC BY 2.0

Der Weg zur Grundschule war etwa einen Kilometer lang. Die Buchen am Rande des Gehwegs warfen im Sommer Schatten und im Herbst ihre Blätter.

Doch egal welche Jahreszeit. Es stand am Wegesrand, war gr0ß, weiß und hatte vier Räder.

Es schien dem 10-jährigen Jungen riesig und wie das Auto gewordene Versprechen nach Abenteuer. Wäre er selber groß und würde ein Wohnmobil besitzen – er würde damit unzählige Reisen unternehmen. Jeden Tag. In jeden Winkel der Welt. Das Wohnmobil auf dem Schulweg stand aber einfach nur herum. Immer am selben Platz.

Warum sollte jemand ein Wohnmobil besitzen, aber es immer nur rumstehen lassen?

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Upgrades bei Server4You

Die letzten Jahre liefen meine eigenen Seiten + Krimskrams über einen eigenen kleinen virtuellen Server bei server4you. Jetzt nicht mehr, weil:

  • Jahresverträge mit 3 monatiger Kündigungsfrist
  • Upgrades des Betriebssystems bei server4you verlangen eine Neuinstallation (-> Aufwand)
  • Upgrades verlängern den Vertrag um ein Jahr (auch bei Monatsverträgen)

Mein aktuelles System lief bis Februar auf Debian Squeeze. Server4You verlangt nun von  Kunden ohne Verlängerung des Vertrags (um ein Jahr) ein 5 Jahre altes Betriebssystem zu verwenden. Das ist a) verantwortungslos und b) erpresserisch. In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf Ihre Bloßstellung von Kunden deren Server vom Drown-Angriff betroffen waren hinweisen. Wie soll man sonst bei einem System, welches über offene Lücken verfügt und nicht mehr mit Updates versorgt wird, für Sicherheit sorgen?

Da ich seit Anfang des Jahres nicht mehr meinen eigenen Mailserver betreibe, sondern mailbox.org nutze, mein eigenes Etherpad mir zu langsam war und ich keine anderen Dienste mehr benötige bin ich daher einfach zu einem normalen Webhoster umgezogen.

Sollte ich in Zukunft nochmal einen virtuellen Server benötigen werde ich damit sicherlich nicht zu server4you gehen.

Logic Board die dritte

Eine ganze Menge G3 iBooks wurden mit Boards ausgeliefert, die nach ca. einem Jahr den Dienst verweigern. Symptome sind erst Grafikfehler und dann der völlige Ausfall der Grafikausgabe. Manchmal booten sie dann noch, meist aber nicht. So zumindest meine Beobachtung.
Besonders ärgerlich ist das, da nach einem Jahr die Standard-Apple Garantie um ist. Da die Probleme immer häufiger auftraten, hat Apple das sog. Logic Board Repair Program ausgerufen und zweimal um die betroffenen Seriennummern und die Zeit erweitert (LBRE).
Mein Board ist nun zum dritten Mal in 3,5 Jahren kaputt. Das heisst dann also, dass weder die normale Garantie, noch mein Protection-Plan, noch das LBRE da greift. Das Board wurde einfach zweimal gegen ein anderes ausgetauscht, was nach ca. einem Jahr genau den gleichen Fehler aufwies. Anstatt dass die Produktionsfehler behoben wurden, werden also anscheinend einfach so lange defekte Teile eingetauscht, bis die Zeit für das LBRE um ist. Mehrmaliges und langes Telefonieren mit Apple brachte gar nix. Ich könnt kotzen.
Glücklicherweise konnte ich dank eines netten Menschen der ein funktionsfähiges iBook sein eigen nennt, meine Daten via Firewire Target Disk Mode retten.
Jetzt warte ich dann mal auf die Intel iBooks und hoffe, das so eins etwas länger hält…

22C3 Schnipsel

Ich hab mich „zwischen den Jahren“ auf dem 22C3 rumgetrieben. War allerdings zu faul und von Eindrüclken überflutet um irgendwas zu bloggen. Aber bevor ich gar nix schreibe hier ein paar wenige Gedankenfetzen:

  • Der Congress hat eine Bandbreite von über 10GBit. Das ist mehr als Afrika hat.
    Und in der Abschlussveranstaltung wird gejohlt und geklatscht. Hallo? Da kam bei mir ein etwas anderes Gefühl hoch…
  • Sehr erstaunlich, dass das mit dem Rauchverbot so gut geklappt hat.
  • Die Hacker ethics Hotline hätte ruhig etwas öfter benutzt werden können. Es gab nur wenige, aber Website Defacements sind so arm..
  • Der Congress war professioneller. Was aber nicht unbedingt heisst, dass es schlechter ist.
  • Go ist ein interessantes Spiel, das ich, obwohl es so wenige Regeln hat, noch nicht wirklich verstehe..
  • Alles in allem aber ein paar nette Tage gehabt. Nette Leute kennengelernt und viel interessantes erlebt..

Zwei Freunde

Es gibt da ’nen Typen namens Copy. Der wiederum hat ’nen Freund namens Paste. Die treffen sich des öfteren. Den Typen namens Quellenverweis und seine Freundin Zitat mögen sie aber gar nicht. Nichtsdestotrotz schmeissen sie die dollsten Parties. Und die nennen sie dann Plagiat. Ab und zu sind die dabei sogar vulgärmarxistisch und begehen die größte aufgefallene Urheberrechtsverletzung der Wikipedia.