Konzertverhalten

Manchmal möchte ich mir währen eines Konzerts ein paar Menschen schnappen, sie durchschütteln und ihnen dann ein bis mehrere dieser meiner Konzert-Regeln ins Gesicht brüllen.

1. Kein Gelaber währen der Vorband. Das ist Musik und keine Kino-Werbung. Wenn’s nicht gefällt, dann geh halt raus.

2. (Eher ’ne persönliche Stil-Emfpehlung): Keine Shirts der spielenden Band tragen. Das ist anbiedernde Fan-Scheiße. Warum wärst du sonst da? Ist zwar manchmal ok, aber ansonsten überzeuge durch artverwandtes oder sonstwie geschmackvoll gewähltes Merchandise.

3. Keine verfickten LCDs. Echt jetzt. Geht gar nicht. Dein Handy gehört aus und in ne Tasche. Und deine DigiCam kannst du auch zu Hause lassen. Ein Konzert ist ein Erlebnis. Also hör auf es durch eine Pixel-Matrix zu betrachten und erlebe es. Gib den jämmerlichen Versuch diese Gefühle einzufangen auf – das verdirbt nur die Stimmung (besonders den Leuten hinter dir).

4. Open-Air und Regen: Sobald die Band spielt keine Schirme und erst recht keine ekligen Plastik Regencapes. Ersteres nimmt die Sicht und zweiteres fühlt sich für jeden um dich herum echt scheisse an. Regen kann so toll sein. Also ab in den Matsch und Tanze!

5. Kein Musikantenstadl: Ich will die Band hören und nicht dein arhythmisches Geklatsche. Das ist nur in 0,01% cool – ansonsten peinliche Stadion-Rock-Scheisse.

6. Keine frühzeitige Aufbruchstimmung: Wenn du schon recht weit vorne gestanden hast, die Band also schon irgendwie gemocht haben musst, dann geh nicht, bevor nicht die letzte Zugabe kam, die Lichter an sind und Musik vom Band läuft. Sonst auch echt doof für die Leute die hinter dir stehen – und natürlich die Band.

7. Naja, das sollte man nun wirklich nicht erwähnen müssen: Applaus wenn’s toll war, im Moshpit einander auf helfen, nicht im letzten Moment nach vorne drängeln etc.

Ist das zu viel verlangt? Hab ich was vergessen? Geht nur mir das so?

4 Gedanken zu „Konzertverhalten“

  1. ad 1) Sobald eine Band (ein Pre-Act) spielt, versteht man doch eh noch kaum was sein Nachbar, geschweige denn eine Person darüber hinaus sagt. So ist das zumindest bei den Konzerten, auf denen ich bin ;).
    ad 3) Digital-Kamera muss mit auf’s Konzert! Ich will doch dokumentieren was ich da erlebt habe, für mich und alle, die es sonst interessieren! Gut, dass die nerven können, da stimme ich dir zu. Man sollte so eine Art Creditpoint-System für Digitalkamerazeit auf Konzerten einführen.

    8) Drängeln! Arrogante Ars….Blödmenschen, die sich von hinten in die ersten Reihen drängeln! Ich war nicht umsonst zwei Stunden vor Konzertbeginn da und habe mir einen guten Platz gesichert!
    9) Respect the man behind you! Ich hasse es, wenn große Menschen sich (am Besten unter Verletzung von ->8)) in mein Sichtfeld drängeln und vielleicht noch ihre Schulter an mein Gesicht reiben.

  2. Das sind wirklich sehr wichtige Tipps, die sich jede_r zu Herzen nehmen sollte und mir aus der Seele sprechen.

    Insbesondere das mit den LCDs finde ich wirklich unerträglich. Dokumentieren ist ja in Ordnung, aber wenn ich vor lauter leuchtender Handydisplays in Überkopfhöhe nix mehr von der Band sehe, dann muss ich echt sagen: geht doch mal gar nicht. Also: Display aus oder Analogphotographie 😉

    zu 9) kommt ja drauf an, was das für ein Konzert ist, aber ich finds absurd bei rockigen Konzerten Diskussionen über „kannste mal ein stück nach rechts rücken?“ zu führen. Einfach nach vorne gehen, it’s Rock and Roll 😉

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