Seminarplatz per Losverfahren

Auch wenn das Semester nun schon ne Weile läuft…bevor hier gar nix mehr passiert:

Mein schönstes überfülltes-Seminar-Erlebnis war direkt am ersten Tag: Ein ESL-„Seminar“ (ESL steht für erziehungswissenschaftliches Studium für Lehramt oder so) mit 176 Leuten. Spontan wurde die Veranstaltung dann in einen Höhrsaal verlegt. Doch auch dieser fasst nur 105 Personen. Also durften sich alle auf eine Liste eintragen und die glücklichen werden dann ausgelost. Ja, kein Scherz.

Auch toll war dann heute, als ich erfahren habe, dass die wahre Lehrerschwemme wohl grad noch im Grundstudium steckt und es dann in den Hauptseminaren in ca. 2 Semestern erst so richtig losgeht.

Ein Land, das so mit Bildung – und sogar der Ausbildung der zukünftig für Bildung verantwortlichen – umgeht… ist doch echt am Arsch.

Und das wirklich traurige daran ist, dass mir mitlerweile die Energie fehlt mich so richtig darüber aufzuregen.

P.S.: Gruss auch an den Vollpfosten, der auf die glorreiche Idee kam, den Semesteranfang genau vor die Osterfeiertage zu legen!

3 Gedanken zu „Seminarplatz per Losverfahren“

  1. Den Typen möcht ich auch mal grüßen.
    Wobei die Alternative wohl eher noch schlimmer gewesen wäre – vermute ich mal bei uns …

    Wir haben keine Seminare, bei uns gibt’s nur billige Vorlesungen. Die haben dafür aber alle locker 200 – 300 Leute. Dass dann ein Hörsaal nicht passt, kam eigentlich noch nie vor ;)…

  2. felix: Hm… nur Vorsicht:
    Auch wenn das einzig tolle an Studiengebühren ist, dass damit irgendwer irgendwann vielleicht mal was an ner Uni einklagen werden wird, ist so eine „Und dafür bezahl ich Studiengebühren“-Beschwerde echt gefährlich, da man damit indirekt die sozial ungerechte Kommerzialisierung der Bildung gutheißt. Und die ist noch schlimmer als die allgemein miserablen Zustände an unseren Hochschulen…

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